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Alternativen zu CoverManager: Was die Reservierungssysteme jeweils kosten

18. Oktober 2026
Reservierungsbuch neben einem Handy auf der Theke eines Restaurants

CoverManager veröffentlicht keine Tarife. Wer den Preis wissen will, muss eine Demo anfragen. Das ist der erste Grund, warum viele Restaurants nach Alternativen suchen. Der zweite: Das Angebot richtet sich an Gruppen mit mehreren Standorten, CRM und Serviceteam. Eine Bar mit 20 Tischen bezahlt oft Funktionen, die dort nie jemand öffnet.

Dieser Artikel vergleicht 4 Wege der Reservierungsverwaltung für den spanischen Markt: nach Abrechnung und Schutz vor No-Shows, also nicht erschienenen Gästen. Diese beiden Punkte bestimmen das Ergebnis. Die Angaben zu Drittanbietern entsprechen ihren Websites im Oktober 2026. Falls sich eine Zahl geändert hat, gilt die aktuelle Angabe des jeweiligen Anbieters.

Was tatsächlich bezahlt wird: Grundgebühr, Provision pro Gast oder beides

Reservierungssysteme rechnen auf 3 Arten ab: mit einer festen Monatsgebühr, unabhängig von der Zahl der Reservierungen; mit einer Provision pro Gast, der über eine fremde App kommt; oder mit einer Mischung aus Softwaregebühr und Provision für Reservierungen über den Vermittlungskanal.

Am leichtesten unterschätzt wird die Provision pro Gast. Drittquellen nennen für Reservierungen über die TheFork-App 2–4 € je Person. Ein Tisch mit 4 Personen, der ohnehin telefonisch reserviert hätte, kostet damit 8–16 €. Dabei kannte der Kunde das Lokal schon vor der App.

Die schlechteste Kombination: Provisionen für Stammgäste bezahlen. Wenn die meisten Reservierungen von Menschen kommen, die das Lokal bereits kennen, braucht es einen eigenen Kanal, kein Schaufenster.

CoverManager: größter Funktionsumfang, Preis auf Anfrage

Für Restaurants mit hohem Reservierungsvolumen ist CoverManager in Spanien eine Referenz: Reservierungen, Warteliste, CRM, KI-Antworten auf Bewertungen und No-Show-Prognosen. Das passt zu Gruppen mit mehreren Standorten, die eine gemeinsame Kundendatenbank und ein Team für deren Nutzung haben wollen.

Vor der Demo sollten 2 Punkte klar sein. Erstens: Im Oktober 2026 war die Kreditkartengarantie, das wichtigste Mittel gegen No-Shows, nur im Tarif Performance aufgeführt, nicht in den Einstiegstarifen. Zweitens: In Bewertungen auf Softwareportalen, etwa einer GetApp-Rezension vom Juli 2026, ist die unklare Preisgestaltung ein wiederkehrender Kritikpunkt.

Es lohnt sich bei Hunderten Reservierungen pro Woche und jemandem im Team, der das CRM tatsächlich nutzt. Öffnet es niemand, ist es die teuerste der 4 Möglichkeiten für dieselbe Aufgabe.

TheFork Manager: Sichtbarkeit gegen Provision pro Gast

TheFork Manager ist die Reservierungssoftware der TheFork-App. Ihr Wert liegt weniger im Programm als im Schaufenster: Neue Gäste finden das Restaurant in der App, oft durch einen Rabatt angelockt.

Reservierungen über das eigene Widget kosten keine Provision pro Gast, Reservierungen über die App schon. Bei 2–4 € je Person kostet das in der App gebuchte Abendessen eines Paares 4–8 €, bevor der erste Gang serviert ist. Das funktioniert in touristischen Gebieten und bei neuen Lokalen, die erst entdeckt werden müssen. In einem Viertel mit Stammkundschaft wird es teuer. App-Aktionen bergen ein weiteres Risiko: Gäste gewöhnen sich daran, nur mit Rabatt zu kommen.

Bookline: Künstliche Intelligenz beantwortet das Telefon

Bookline ist kein Reservierungsbuch, sondern ein Assistent. Er beantwortet Anrufe und WhatsApp-Nachrichten rund um die Uhr in mehreren Sprachen und trägt Reservierungen in das vorhandene System ein: CoverManager, TheFork Manager, Zenchef und rund 20 weitere. Laut eigener Website arbeitet Bookline mit mehr als 1.200 Lokalen.

Damit löst es ein konkretes Problem: Das Telefon klingelt mitten im Service, und niemand nimmt ab. Es ersetzt das Reservierungssystem nicht, sondern ergänzt es. Seine Kosten kommen zu denen des anderen Systems hinzu. Eine Kreditkartengarantie fordert es ebenfalls nicht an. Gegen No-Shows hilft es allein deshalb nicht.

Reservierung aus der digitalen Speisekarte: WMenu Pro

Der vierte Weg setzt die Reservierung dorthin, wo der Gast ohnehin hinsieht: in die digitale Speisekarte des Lokals, die über das Google-Profil oder den QR-Code geöffnet wird. So funktioniert WMenu im Tarif Pro für 45 € monatlich inklusive Mehrwertsteuer, ohne Provision pro Reservierung oder Gast.

Enthalten sind Reservierungszeiten, die vor der Schließzeit enden, eine Warteliste für Gäste ohne Reservierung, die Kreditkartengarantie mit Belastung nur bei Nichterscheinen oder verspäteter Stornierung, No-Show-Statistiken der letzten 30 Tage und Veranstaltungen mit Vorauszahlung, etwa eine Weinprobe oder ein Silvestermenü.

Auch die Grenzen zählen. Es gibt keine App, die neue Gäste bringt. Wer davon lebt, bei TheFork entdeckt zu werden, kann TheFork damit nicht ersetzen. Einen Telefonassistenten gibt es nicht. Und die Kapazität wird über eine feste Zahl von Plätzen pro Zeitfenster gesteuert, nicht über No-Show-Prognosen wie bei großen Systemen.

Das passt zu kleinen und mittleren Lokalen mit Kundschaft aus dem Viertel. Die Reservierungen kommen bereits über Google, Instagram oder das Telefon. Es fehlen ein jederzeit funktionierender Link und ein Mittel gegen No-Shows.

So fällt die Entscheidung

Abrechnung Kreditkartengarantie Bringt neue Gäste
CoverManager Grundgebühr, Preis auf Anfrage im höheren Tarif nein
TheFork Manager Provision pro Gast aus der App ja ja, aus der App
Bookline Grundgebühr, Preis auf Anfrage nein nein
WMenu Pro 45 €/Monat inkl. MwSt., ohne Provision ja nein

Die entscheidende Frage lautet: Woher kommen die Reservierungen heute? Kommt mehr als die Hälfte über TheFork, gleicht die gesparte Provision die ausbleibenden Tische wahrscheinlich nicht aus. Kommen fast alle von Menschen, die das Lokal schon kennen, bezahlt man pro Gast für etwas, das bereits vorhanden war. Ein eigener Kanal mit Kreditkartengarantie bringt dann mehr für weniger Geld.

Eine Kombination ist verbreitet und sinnvoll: das eigene Widget für Stammgäste, die App nur zur Gästegewinnung in der Saison.

Häufig gestellte Fragen

Lässt sich das System wechseln, ohne künftige Reservierungen zu verlieren?

Ja, am besten in einer ruhigen Woche. Bereits bestätigte Reservierungen bleiben bis zu ihrem Termin im alten System. Der Link auf der Website und im Google-Profil führt dagegen ab dem ersten Tag zum neuen.

Schreckt eine Kreditkartengarantie Gäste ab?

Sie kann einzelne kurzfristige Reservierungen verhindern, vor allem beim Mittagessen unter der Woche. Deshalb sollte sie nur dort verlangt werden, wo No-Shows schmerzen. In WMenu lässt sie sich ab einer bestimmten Gästezahl oder für konkrete Tage wie Silvester einschalten. Die kostenlose Stornierungsfrist beträgt standardmäßig 24 Stunden.

Brauche ich bei wenigen Tischen ein Reservierungssystem?

Nicht, wenn das Telefon ausreicht und keine Tische durch No-Shows verloren gehen. Das System rechnet sich, sobald während des Service Anrufe unbeantwortet bleiben oder die freitags leeren Tische längst bekannte Namen haben.

Wie die Reservierung innerhalb der Karte funktioniert, zeigt die Seite Online-Reservierung. Alle Tarife stehen unter Preise.

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