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Ein QR-Menü-System auswählen — 10 Fragen vor der Unterschrift

06. September 2026
Vergleich von Angeboten für QR-Menü-Systeme

QR-Menü-Systeme sehen auf dem Markt fast gleich aus: eine Karte auf dem Smartphone, ein Code auf dem Tisch, eine Verwaltungsoberfläche zum Bearbeiten. Die Unterschiede, die tatsächlich Geld kosten, stecken im Vertrag und im technischen Aufbau — nicht auf der Funktionsseite.

Hier sind 10 Fragen, die Sie vor der Unterschrift stellen sollten. Zu jeder gehört die Antwort, bei der Sie besser weitersuchen.

1. Wie hoch ist die Provision auf Bestellungen?

Wenn Sie außer Haus verkaufen, ist das der teuerste Posten auf der gesamten Rechnung. Der Unterschied zwischen 0 % und 10 % bei 7.000 € Monatsumsatz beträgt jeden Monat 700 € — mehr, als die meisten Systeme für ein ganzes Jahr verlangen.

Warnsignal: eine Provision „ab 2 %“ ohne Obergrenze oder gekoppelt an einen Tarif, den der Anbieter einseitig ändern kann.

Zum Vergleich: Lieferplattformen berechnen Provisionen von 10–35 %.

2. Gehört die Adresse der Speisekarte Ihnen?

Der QR-Code auf dem Tisch verweist auf eine bestimmte Adresse. Gehört diese dem Anbieter und erlischt mit dem Abonnement, müssen Sie bei einem Wechsel sämtliche Codes neu drucken. Auch alles, was Google indexiert hat, geht verloren.

Warnsignal: Die Adresse liegt ausschließlich auf der Domain des Anbieters, eine eigene Domain lässt sich nicht verbinden.

3. Wer aktualisiert die Karte — und zu welchem Preis?

Diese Frage gibt am häufigsten den Ausschlag. Ein System, bei dem der Anbieter Preisänderungen auf Anfrage erledigt, kostet im Betrieb mehr als ein teureres Abonnement mit eigener Bearbeitungsmöglichkeit. Denn pro Jahr fallen Dutzende Änderungen an.

Warnsignal: ein Posten in der Preisliste mit der Bezeichnung „Kartenaktualisierung — X €“. Dieser Posten bestimmt die Rechnung.

4. Wie sieht die Karte auf einem alten Smartphone aus?

Öffnen Sie die Demo des Anbieters auf einem 4 Jahre alten Smartphone bei schwachem Empfang. Manche Systeme laden schwergewichtige Seiten. Bei einem Balken LTE bedeutet das 15 Sekunden Wartezeit.

Warnsignal: Die Demo besteht nur aus Bildschirmfotos, eine öffentliche Adresse mit einer funktionierenden Karte fehlt.

5. Ist die Speisekarte in Google sichtbar?

Eine Speisekarte als normale Webseite bringt Besucher über die Suche nach bestimmten Gerichten: 60 Gerichte bedeuten 60 Suchphrasen. Eine durch ein Skript erzeugte oder hinter einer Weiterleitung versteckte Karte bringt davon nichts.

Die Prüfung dauert eine Minute: Geben Sie in Google site: und die Adresse einer Kundenkarte des Anbieters ein.

6. Wie viele Sprachen gibt es — und wie entstehen sie?

Die Frage ist nicht „wie viele“, sondern: Was passiert mit der Übersetzung, wenn sich ein Preis ändert? Sind die Sprachversionen getrennte Dokumente, weichen sie innerhalb eines Quartals voneinander ab.

Warnsignal: Sprachen als kostenpflichtige Zusatzoption, einzeln pro Sprache berechnet.

7. Lassen sich Allergene direkt am Gericht kennzeichnen?

Hier geht es nicht um Komfort, sondern um eine Pflicht nach Verordnung 1169/2011. Ein System ohne Allergenfeld am Gericht zwingt Sie, ein 2. Dokument zu führen. Dessen Stand wird von der Speisekarte abweichen.

8. Was passiert mit Ihren Daten, wenn Sie kündigen?

Eine Karte mit 200 Gerichten, Fotos und Beschreibungen bedeutet Dutzende Arbeitsstunden. Fragen Sie direkt, in welchem Format Sie einen Export erhalten — und ob es überhaupt einen gibt.

Warnsignal: keine Antwort oder „Schreiben Sie bitte an den Support, wir finden dann eine Lösung“.

9. Welche Kündigungsfrist gilt — und was ist mit Vorauszahlungen?

Eine Jahresvorauszahlung mit Rabatt sieht gut aus. Bis sich im 2. Monat herausstellt, dass das System nicht passt.

Warnsignal: automatische Verlängerung um ein weiteres Jahr bei einer Kündigungsfrist von 3 Monaten.

10. Wer antwortet, wenn die Karte am Freitag um 20:00 Uhr ausfällt?

Die Reaktionszeit des Supports am Wochenende ist wichtiger als die Länge der Funktionsliste. Eine zur Stoßzeit nicht erreichbare Karte bedeutet einen Gastraum ohne Speisekarte.

Warnsignal: Support nur per E-Mail zu Bürozeiten — für ein Produkt, das vor allem abends und am Wochenende genutzt wird.

So vergleichen Sie 2 Angebote, ohne sich Funktionen verkaufen zu lassen

Funktionslisten sehen immer ähnlich aus, denn sie stammen aus dem Marketing. Berechnen Sie stattdessen die Kosten für 3 Jahre: Abonnement × 36 + Provision auf den erwarteten Umsatz + Aktualisierungskosten × Änderungen pro Jahr + Wechselkosten.

Diese Zahl sortiert die Angebote anders als die Tabelle auf der Website.

Unsere Vergleiche mit konkreten Systemen: WMenu vs. ChoiceQR und WMenu vs. Restaumatic. Wenn Sie kostenlose Optionen prüfen: kostenloses QR-Menü.

Häufig gestellte Fragen

Lohnt sich ein System mit Bestellfunktion, wenn ich vorerst nur eine Karte brauche?

Prüfen Sie, was die spätere Ergänzung der Bestellfunktion kostet. Reicht dafür ein Tarifwechsel statt eines Systemumzugs, können Sie mit der Karte allein beginnen.

Was ist wichtiger: Abonnementpreis oder Provision?

Beim Außer-Haus-Verkauf die Provision. Wenn nur eine Karte auf dem Tisch gebraucht wird, zählen das Abonnement und die Aktualisierungskosten.

Lässt sich eine Speisekarte zwischen Systemen umziehen?

Das hängt vom Export ab. Ohne Export bedeutet der Umzug einer Karte mit 200 Gerichten Dutzende Stunden erneuter Eingabe. Deshalb fragt man vor der Unterschrift danach, nicht erst beim Abschied.

- Sie haben noch kein QR-Menü?

- Schnell starten, in Minuten bearbeiten und mehr Bestellungen erhalten — entdecken Sie WMenu oder scannen Sie den QR-Code, um ein Beispielmenü zu sehen.